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Freitag, 18. Mai 2012

Ein Gedicht


Slov ant Gali: Das NichtIch-Ich


Traurig bin ich,
weil ich mich
freuen soll.

Ihr erwartet von mir,
dass ich so bin
wie ihr denkt, 
dass ich sei.

Ich weiß,
ich bin anders
als ihr denkt.

Doch
soll ich mich geben,
wie ich bin
oder wie ihr denkt,
dass ich sei?

Ohne es zu wissen
gebe ich mich
anders als ich bin
und anders
als ihr denkt, 
dass ich sei.

So habt ihr
euren Grund,
enttäuscht zu sein
meinetwegen,
und ich
meinen Grund,
enttäuscht zu sein
meinetwegen.

Ich freue mich,
weil ich traurig
sein sollte,
denn ich habe mich nicht
gefunden,
aber ich suche,
ich suche.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Ein Gedicht

Vampirliebe (von Slov ant Gali)


http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/fabelwesen/vampire/img/wf_vampire_fledermaus_g.jpg

Ich kann mich selbst nicht mehr verstehn,
Kaum, dass du kommst, seh ich dich gehn.
Doch solch Gefühl nicht lange währt,
denn wenn du gehst, ist´s umgekehrt:
Ich seh dich dann schon wieder nah´n
und Appetit verspürt mein Zahn.

Alltäglich hin und her gerissen
hab ich nicht einmal zugebissen.
Blut ist mein Lebenselexier
wie manchen Männern wohl das Bier.
Und ohne deinen Blutgehalt
wirst du ein Leben lang nicht alt.

Doch wär dein Blut dann nicht mehr rot
Du lebtest ewig lebend tot.
Ich kann mich einfach nicht entscheiden,
dich endlich beißend auszuweiden.
Hat Liebe wirklich einen Sinn?
Ich kann nicht sein, was ich doch bin ...